RAC
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
der Niedersächsische Altphilologenverband lädt auch in diesem Jahr wieder alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe dazu ein, an einem landesweiten Schülerwettbewerb in den Fächern Latein und Griechisch teilzunehmen. Auch Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges können teilnehmen.
Bei dem seit vielen Jahren mit großem Erfolg betriebenen Wettbewerb beeindrucken uns junge Menschen immer wieder damit, wie sie über die Auseinandersetzung mit altsprachlichen Texten Antworten auf Fragen unserer Zeit suchen und finden.
Wir freuen uns auf TeilnehmerInnen, die motiviert sind, ihre im Latein- und Griechischunterricht erworbenen Kenntnisse anzuwenden, in der Auseinandersetzung mit der Antike über Inhalt und sprachliche Gestalt von Texten nachzudenken sowie überlieferte Normen und Verhaltensweisen und literarische Ausdrucksformen in Beziehung zur Gegenwart zu setzen.
Dieser Schülerwettbewerb „Alte Sprachen“ ist ein vom Land geförderter Wettbewerb (vgl. EB-AVO-GOBAK 2.4). Bitte weisen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf die Möglichkeit hin, die im Rahmen des Wettbewerbes erstellte Hausarbeit als „Besondere Lernleistung“ an die Stelle der Abiturleistung im 4. Prüfungsfach ins Abitur einzubringen. Dabei sind die Ausführungen in der AVO-GOBAK entsprechend der für die in Frage kommenden Jahrgänge jeweils gültigen Fassung zu beachten.
Darüber hinaus können von den Absolventinnen und Absolventen des Kolloquiums zwei in die Förderung eines Studiums an einer wissenschaftlichen oder technischen Hochschule durch die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen werden.
Der Wettbewerb selbst umfasst wie gewohnt drei Runden, darunter zwei schriftliche Aufgaben, die am Schulort erarbeitet werden müssen:
1.) eine Übersetzung aus dem Lateinischen oder aus dem Griechischen. Zur Übersetzung gehören auch einige Zusatzaufgaben. Hierbei ist die Benutzung eines Lexikons bzw. eines elektronischen Wörterbuchs gestattet. Die Bearbeitungszeit beträgt unter Aufsicht 200 Minuten.
Landesweit einheitlicher Klausurtermin: 3.-6. Stunde am 30. Oktober 2026!
2.) Anfertigung einer Hausarbeit (Bearbeitungszeit: 5 Wochen) über ein vom NAV gestelltes Thema. Dabei stehen mehrere Themen zur Auswahl. Voraussetzung für die Teilnahme an der Anfertigung dieser Arbeit sind mindestens 10 Punkte in der Klausur!
Landesweit einheitliche Bearbeitungszeit: 13.01. – 17.02.2027!
3.) Die zwölf Landesbesten unterziehen sich zudem einem zentralen Kolloquium (10.-12. Juni 2027). Sie werden dort ein Kurzreferat (10 Minuten) über ein frei zu wählendes Thema aus dem Bereich der Alten Sprachen halten. Eine Diskussion schließt sich an. Außerdem werden Vertreter der Studienstiftung des deutschen Volkes Einzelgespräche mit den Kolloquiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern führen.
Die Korrektur und Bewertung der Klausuren und der Hausarbeiten erfolgt in den jeweiligen Schulen (wie beim Abitur mit Referenten/Referentin und Korreferenten/Korreferentin).
Der NAV entscheidet bei der Hausarbeit über die Einstufung im Wettbewerb.
Alle, die am Wettbewerb teilnehmen und in der Klausur 10 Punkte und besser erreicht haben, erhalten eine Urkunde über ihre Beteiligung. Die Teilnehmenden am Kolloquiums erhalten Sachpreise.
Dieser Durchgang des RAC wird von Frau Schmidt-Geisler im Auftrag des NAV koordiniert.
Bei Fragen zum inhaltlichen Ablauf des RAC finden sie Antworten auch auf unserer Internetseite https://rac.navonline.de . Auf dieser Seite sind sämtliche Termine, Anmelde- und Rückgabefristen einzusehen, ebenso findet dort die Registrierung bzw. Anmeldung zum Wettbewerb statt, die im Zeitraum vom 07.09.2026 – 27.09.2026 erfolgt.
Kontakt:
OStR‘ i.R. Angelika Schmidt-Geisler
Kurzer Ging 140
31832 Springe
Tel.: 015170845159
E-Mail:
Technische Fragen (Anmeldung, Download, Rückmeldung etc.) beantwortet:
Clemens Liedtke
Telefon: 0711/41102324
Unser Dank gilt schon jetzt den teilnehmenden Schulen, besonders allen Lehrkräften der Alten Sprachen für ihr Engagement und ihre bewährte Mithilfe bei der Organisation und Durchführung des Wettbewerbes.
A. Schmidt-Geisler
(Koordinatorin des RAC im Vorstand des NAV)
Anmeldung der Schulen und SchülerInnen 07.09.2026 – 27.09.2026
Klausur: 30.10.2026
Zeitfenster zum Download der Klausur: ab 19.00 Uhr am 29.10.2026
Klausurzeit: 3. – 6. Stunde
Rückmeldung der Ergebnisse online: bis 15.11.2026
Zuschicken der Arbeiten (10 Pkte und besser
an Frau Schmidt-Geisler bis 22.11.2026
Bearbeitung der Hausarbeiten: 14.01. – 18.02.2027
Veröffentlichung der Themen: 17.12.2027
Rückmeldung der Wahl: 13.01.2027
Rückmeldung der Ergebnisse online: 14.03.2027
HA zusenden bis: 17.03.2027
Kolloquium 10.- 12.06.2027
Das sind sie: unsere Landessiegerinnen und Landessieger des diesjährigen „Rerum Antiquarum Certamen“.
Malte Ahlbrecht (Kurt-Schwitters-Gymnasium Hannover-Misburg)
Daniel Alexander Dyer (Gymnasium Haren)
Marielle Elfers (Wilhelm-Gymnasium Braunschweig)
Anton Jakob Goldbach (Gymnasium Bad Zwischenahn)
Klara Moorkamp (Gymnasium Marianum Meppen)
Anna Olesiak (Altes Gymnsium Oldenburg)
Marie Prediger (Gymnasium Groß Ilsede)
Leonie Rausche (Ratsgymnasium Goslar)
Bjarne Schneider (Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover)
Lukas Maximilian Wagner (Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover)
Paul Hansen (Wilhelm-Gymnasium Braunschweig)
Greta Niemann (Gymnasium Marianum Meppen)
Auf der Grundlage der dort geforderten Qualifikationen wurden mit dem einstimmigen Votum der Kommission
Marielle Elfers (Wilhelm-Gymnasium Braunschweig)
und
Bjarne Schneider (Kaiser-Wilhelms- und Ratsgymnasium Hannover)
in die „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ aufgenommen.
Ca. 500 Schülerinnen und Schüler aus 54 Schulen haben sich mit großer geistiger Neugier auf Texte eingelassen, die seit über zweitausend Jahren die Menschheit prägen: Seneca, Epistel 38 oder Platon, Menexenos 238 c7– 239 a4.
158 von ihnen haben diese Klausur mit 10 und mehr Punkten bewältigt und bewiesen, dass sie fähig sind, komplexe Strukturen zu durchdringen und sich in den Geist antiken Denkens einzuarbeiten. Besonderer Dank gilt den 66 Kolleginnen und Kollegen, ohne deren Unterstützung, Motivation und fachkundige Begleitung die TeilnehmerInnen nicht nur ihr Wissen vertiefen, sondern auch wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Der Einsatz der Kolleginnen und Kollegen geht weit über den normalen Unterricht hinaus.
90 Schülerinnen und Schüler (davon 10 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges) haben sich entschieden, eine Hausarbeit zu schreiben.
Besonders beeindruckt hat die wissenschaftspropädeutische Kompetenz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Hausarbeiten haben deutlich gemacht, dass die Beschäftigung mit der Antike uns Einblicke in die Ursprünge moderner Konzepte in Recht, Politik, Philosophie, Kunst und Wissenschaft gibt. Folgende Themen wurden in beeindruckender Weise erarbeitet:
- Das Recht des Stärkeren versus die Stärke des Rechts, (Ohn)mächtige Akteure – macht der Mensch Geschichte?
- bellum iustum in Antike und Gegenwart
- Der Wohlfahrtsstaat in der Utopia des Thomas Morus
- Der Coriolanus-Stoff bei Livius und Shakespeare
- Der Mythos der Gorgo - Medusa und seine Rezeption
- Dichterisches Selbstverständnis und künstlerische Unsterblichkeit in Antike und Gegenwart
- Rhetorik der Polarisierung in der Politik: Von Cicero bis zur Gegenwart
- Ciceros Somnium Scipionis: Philosophie der Tugend und Verantwortung – Ein Leitbild für politische Führung im 21. Jh.
- Die Ingenieurskunst des Römischen Reiches: Lehren moderner Stadtplanung und Infrastrukturentwicklung
- Germanen und Karthager: Feindbilder in der römischen Historiographie und ihre Rezeption im 19. und 20. Jh.
Das abschließende Kolloquium fand in diesem Jahr in Wolfenbüttel stattfand.
Zur Kommission gehörten Dr. Anja Dederer, Dr. Katja I.L. Sommer, Christian Scharf, Angelika Schmidt-Geisler, Dr. Christian Stock. Auf hohem Niveau wurde über Themen diskutiert, die spannend, kontrovers und höchst aktuell waren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können – für eine Gesprächskultur, die auf Argumenten, Respekt und Neugier beruht. Sie haben damit auch den Vertreter der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“, Herrn Dr. Navratil, sehr beeindruckt. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung und hoffen, dass der Niedersächsische Altphilologenverband mit seinem Landeswettbewerb Alte Sprachen auch 2026/27 wieder Kooperationspartner der Stiftung sein darf.
Im Gelben Salon der Villa Seeliger fand der Wettbewerb in einem Festakt seinen würdigen Abschluss.
Wie bedanken uns bei Herrn Prof. Dr. Kipf (HU Berlin) für seinen Gastvortrag über das Brandenburger Tor und Frau Dr. Dederer und Herrn Scharf für die musikalische Untermalung. Herr Olesiak hat dankenswerterweise spontan die Aufgabe des Photographen beim Festakt übernommen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns während des Durchganges tatkräftig und zuverlässig unterstützt haben. Besonderer Dank gebührt vor allem Clemens Liedtke, der das Online-Verfahren hervorragend organisiert und verwaltet hat, aber auch den Mitgliedern der Auswahlkommission und natürlich Herrn Dr. Friedgar Löbker und Herrn Dr. Hengelbrock, die mit großer Sorgfalt die schwierige Aufgabe übernommen haben, die Klausurtexte zu entwerfen.
Der Wettbewerb hat wieder einmal gezeigt, zu welchem Engagement, zu welcher Leidenschaft und zu welcher Offenheit für die großen Fragen des Menschseins junge Menschen fähig sind. Sie haben gezeigt, dass die Antike keine ferne Vergangenheit ist – sondern ein lebendiger Resonanzraum, aus dem wir auch heute noch Einsichten gewinnen können. Sie sind Botschafterinnen und Botschafter eines humanistischen Bildungsideals, das wir heute mehr denn je brauchen.
In diesem Sinne wünschen wir uns, dass das RAC 2026/27 wieder ebenso große Resonanz findet.
Angelika Schmidt-Geisler
(Koordinatorin Wettbewerbe des NAV)
Der Niedersächsische Altphilologenverband lädt auch in diesem Jahr wieder alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe dazu ein, an einem landesweiten Schülerwettbewerb in den Fächern Latein und Griechisch teilzunehmen. Zum ersten Mal dürfen auch Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges teilnehmen.
Die erste Runde besteht aus einer Klausur mit zentraler Aufgabenstellung in der jeweiligen Schule. Termin: 25. Oktober 2024. Nach erfolgreichem Bestehen der Klausur fertigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der zweiten Runde eine Hausarbeit über eines der vorgegebenen Themen an. Einsendeschluss: 13. Februar 2025. In der dritten Runde vom 12. - 14. Juni 2025 können sich die zehn Landessieger mit einem Vortrag zu einem selbst gewählten Thema um die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes bewerben.
Schon jetzt bedanken wir uns bei allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften sehr herzlich für ihr Engagement.
Alle wichtigen Informationen finden Sie auf hier auf der Homepage.